Klassierung

Wer an offiziellen Wettkämpfen teilnehmen möchte, braucht eine Lizenz von Swiss Tennis. Die Lizenz für Mitglieder eines Tennisclubs wird vom Stammclub bei Swiss Tennis bestellt. Die Mitgliederlizenz kostet für Erwachsene CHF 70 für Junioren CHF 40. Die Lizenzkosten werden vom Stammclub in Rechnung gestellt. Das Klassierungsjahr wird in zwei Klassierungsperioden eingeteilt. Die erste dauert vom 1. April bis zum 30. September, die zweite vom 1. Oktober bis zum 31. März des folgenden Jahres. Die Lizenzen (ausgenommen Turnierlizenzen) sind ab Ausstelldatum bis zum 31. März gültig. Auf Beginn einer neuen Lizenzperiode werden die Lizenzen automatisch erneuert, sofern Swiss Tennis bis zum 28. Februar vom Stammclub keine Annullierung oder Suspension mitgeteilt wurde.

Die von Swiss Tennis lizenzierten TennisspielerInnen werden entsprechend ihrer Spielstärke in 4 nationale Spielklassen (N1-N4) und 9 regionale Spielklassen (R1-R9) eingeteilt. Die Klassierung gibt somit Auskunft über die Wettkampfstärke.
Das offizielle Ranking erscheint jeweils 2x jährlich: Anfangs April und Anfangs Oktober.
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Klassierungsberechnung

Für die Klassierungsberechnung werden jeweils die Resultate der beiden letzten Klassierungsperioden (12 Monate) berücksichtigt. Die Klassierung wird aufgrund der Siege und Niederlagen errechnet. Es zählen alle in den entsprechenden Klassierungsperioden erzielten Einzelresultate an von Swiss Tennis bewilligten Turnieren und Interclubspielen (offizielle Wettkämpfe).

Klassierungswert C = Wettkampfwert W + Risikozuschlag R

Bei der Berechnung der Klassierung bildet nicht der Klassierungswert C die Basis zur Berechnung, sondern der Wettkampfwert W der Gegner, also deren Spielstärke. Wenn z.B. ein Spieler in einem Jahr gegen zwei Spieler gewonnen hat, die den gleichen Wettkampfwert W haben, so zählen beide Siege gleich stark, obwohl die zwei Spieler vielleicht aufgrund des zusätzlich errechneten Risikozuschlages R unterschiedlich klassiert sind. Die Klassierung wird jeweils in fünf Läufen berechnet. Somit wird auch die Verbesserung oder Verschlechterung der Gegner berücksichtigt.

Der Risikozuschlag R misst den Turnierfleiss eines Spielers und wird ebenfalls aufgrund des Wettkampfwerts W des Gegners berechnet. R nimmt mit jedem gespielten Match zu. R wird viel grösser bei einem Sieg gegen einen stärkeren oder bei einer Niederlage gegen einen schwächeren Spieler. R nimmt aber nur schwach zu bei einem Sieg gegen einen schwächeren oder bei einer Niederlage gegen einen stärkeren Spieler.

Streichresultate X: Pro 6 gespielte Partien wird jeweils eine Niederlage (max. jedoch 4) gegen den Gegner mit dem tiefsten Wettkampfwert W nicht gewertet.

Bei w.o-Partien wird von zwei Grundsätzen her unterschieden. Ist die Partie aufgenommen und muss sie aufgegeben werden, zählt das Resultat als Niederlage. Tritt ein Spieler innerhalb von zwei Klassierungsperioden mehr als 3x nach der Auslosung zu einer Partie in einer Turnierkonkurrenz nicht an (0:0‐Resultat), werden ihm vom neu errechneten Klassierungswert 0,3 Punkte abgezogen. Bei Turnieren mit Gruppenspielen wird jeweils nur eine w.o.‐Partie als Nichtantreten zu einer Partie gewertet.

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